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So bleibt der Eingang sauber

 

In den Wintermonaten verwandelt sich Schnee rasch in Pflotsch.

Nasse Schuhe und verschmutzte Eingangsbereiche sind die Folge.

Doch es geht auch anders. Text Karin Meier

 

Wer sehnt sich im Dezember nicht nach tief verschneiten Bergen, frischer Luft und strahlendem Sonnenschein? Doch im Mittelland herrscht meist eine Tristesse in Grau und Braun, denn Schneeflocken werden alsbald zu Matsch. Zusammen mit dem gestreuten Salz ergibt dies eine Mischung, die sich als Körnchen, Steinchen und Dreck in den Schuhsohlen festsetzt. Bei der Heimkehr hinterlässt man nassbraune Spuren und muss erst mal eine Trocknungs- und Putzaktion starten.

 

Der Dreck bleibt auf der Matte

Abhilfe schafft eine Schmutzschleuse. Dies ist ein Durchgangsraum, der auf zwei Seiten durch eine Tür abgeschlossen ist. Er fängt den Schmutz auf, so dass man ihn nicht in der Wohnung oder im Haus verteilt. In Landwirtschaftsbetrieben beispielsweise sind solche Schmutzschleusen gang und gäbe: Hier wechseln Bauern ihre Stiefel und Überkleidung. Ein einfaches, aber praktisches Hilfsmittel darf dabei nicht fehlen, sagt Urs Altmann, der in Kerzers den Bio-Betrieb Kardenhof führt: «Ich ziehe den zweiten Stiefel mit einem so genannten Stiefelknecht aus. Das ist ein Holzstück mit V-Ausschnitt, in den man den Absatz stellt – so bleiben die Hände sauber.» Gute Dienste leisten ihm auch übergrosse Filzpantoffeln: In sie steigt er samt Stiefeln, wenn er schon für die Arbeit angezogen ist und nochmals ins Haus zurück muss. In reinen Wohnhäusern entspricht ein abgetrenntes Entrée einer Schmutzschleuse. In den meisten Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern ist dies keine Option – wer zur Tür hereinkommt, steht in der Regel in einem offenen Entrée, das direkt in den Wohnbereich übergeht. Die Platz und Geld sparende Alternative zur Schmutzschleuse sind Schmutzfangmatten. Sie zeichnen sich durch eine hohe Saugkraft aus, so dass sie die Nässe von Schuhen gut aufnehmen. «Schmutzfangmatten werden entweder im geschützten Aussenbereich vor der Haustür oder direkt hinter der Haustür platziert – natürlich ist auch beides gleichzeitig möglich. Wer eine Garage mit direktem Zugang zum Haus besitzt, legt dort ebenfalls eine Matte hin», sagt Adrian Gsell, Geschäftsführer von Putzfrau.ch mit 1600 Mitarbeitenden. Matten für den Innenbereich bestehen oft aus Kunstfasern wie Nylon und sind meist nur wenige Millimeter hoch, damit sie unter die Türe passen. Manche Modelle sind für Fussbodenheizungen geeignet und waschbar. Wichtig ist eine rutschfeste Unterseite. Schmutzfangmatten für den Aussenbereich werden in vielen verschiedenen Materialien angeboten, so etwa in Schurwolle, Kokosfasern, Sisal oder Kunststoff.

 

Den Schmutz ganz einfach abstreifen

Wer bei Wind und Wetter wandert oder viel Gartenarbeit erledigt, hat weniger mit Nässe als vielmehr mit Dreck zu kämpfen. Da der Gartenschlauch auf den Winter hin entleert wurde, lässt sich der Schmutz in dieser Jahreszeit damit nicht einfach abwaschen. Dann sind Gummimatten oder Gitterroste hilfreich. Anders als Schmutzfangmatten saugen sie den Dreck nicht auf, sondern helfen, ihn abzustreifen. Dies tut auch der etwas aus der Mode gekommene Schuhkratzer, der sich vor allem bei alten Häusern findet. Er besteht aus gebogenem oder geradem Metall und wird in die Erde gesteckt oder gleich im Mauerwerk einbetoniert. Wer es noch sauberer möchte, schafft sich einen Stollenreiniger an. Er besteht aus drei Bürsten, welche die Sohlen und Seiten der Schuhe von Schmutz befreien. Schmutzfang- und Gummimatten, Gitterroste und Stollenreiniger sind in Do-it- Geschäften, Möbelhäusern oder online erhältlich. Wer keine Modelle in speziellen Ausführungen wünscht, sollte zwischen 10 und 150 Franken für den Kauf einberechnen.

 

Konsequent anwenden

Die Anschaffung dieser kleinen Schmutzbekämpfer ist jedoch nur das eine: Damit sie ihre Wirkung optimal entfalten können, ist Disziplin erforderlich. Denn nur, wer sie konsequent nutzt, schleppt weder Dreck noch Nässe in den Wohnbereich. Das gilt nicht nur beim Schuhe-Ausziehen: Hundebesitzer trocknen ihren Tieren bereits auf der Matte die Pfoten ab, wenn sie von einem Spaziergang heimkommen. Schirme wiederum spannt man zum Trocknen nicht im Eingangsbereich auf. Wer in einem Einfamilienhaus lebt, benutzt dafür am besten Dusche oder Badewanne. Einfacher ist es in grösseren Überbauungen, weil man hier den Schirm im Treppenhaus trocknen lassen kann. Wer mit dem Knirps unterwegs ist, nimmt am besten immer einen kleinen Plastiksack mit – hört es unterwegs auf zu regnen oder zu schneien, lässt sich der Knirps darin verstauen, ohne dass die Handtasche nass wird. Die Disziplin lohnt sich: Zum einen gibt daheim es so weniger zu putzen. Zum andern bleiben die Böden länger schön. Gerade Parkettböden, die mit möglichst wenig Wasser in Berührung kommen sollten, können so vor Flecken geschützt werden. Auch bei Schieferböden macht sich Umsicht bezahlt, sagt Adrian Gsell: «Der Kalk in Wasser kann auf Schiefer weisse Spuren verursachen, die nicht mehr wegzubringen sind.»

 

 pdfHausmagazin_02_2016.pdf645.32 kB

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